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Wir sind aus Bornholm zurück, leider sind aus den drei geplanten Tauchgängen an der Fu Shan Hai nur einer realisiert worden, die anderen Tage fielen starken Wind und hohem Wellengang zum Opfer.

Zum Wrack :

Der ganze Eimer ist gigantisch groß und von den Dimensionen absolut mit der Haven vergleichbar nur wesentlich besser erhalten weil auf der Fu kein Feuer wütete.

So wirkt da Wrack auch heute 4 Jahre nach Untergang noch so als ob es gestern abgesoffen wäre. Bewuchs gibt es lediglich im oberen Bereich der Brücke in Form von Miesmuscheln die in diesem Bereich die Aufbauten komplett überziehen. In den tieferen Bereichen fehlen die Muscheln gänzlich und lediglich eine dünne Algenschicht überzieht den Schiffskörper.
Es sind noch sehr gut aufgemalte Hinweise an den Wänden zu erkennen.

Wir haben ausschließlich die Brücke betaucht diese beginnt auf ca. 30 m und endet bei ca. 45 – 50 m auf dem Deck die Tiefe um das Wrack herum ist 64 – 68 m. Fast alle Türen stehen offen und die Gänge dahinter sind unversehrt und gut betauchbar. Mittschiffs im unteren Bereich der Brücke geht eine Führungsleine ins Schiffsinnere – wahrscheinlich zum Maschinenraum.

Die Sichtweiten am Wrack waren mit 10 – 15 m wirklich ausgezeichnet, es waren keinerlei Schwebeteilchen zu sehen und selbst auf 40 m war noch was ohne Lampe zu sehen.
Hier lassen sich ausgezeichnete Foto bzw., Videoaufnahmen realisieren.

Strömung war oben wie unten vorhanden, jedoch nicht allzu stark.

Das Team bestand aus 5 Tauchern ( Derk Remmers , Thomas Strozyk , Joachim Grabner , Dirk ? und ich ) wir tauchten zeitversetzt in 2 Gruppen .Die Fahrzeit meinem Boot betrug vom Hafen „Hammeraven“ ca. 15 min.Der Hafen selbst war ideal zur Vorbereitung mit großen Tischen fürs Equipment, gut zugänglicher Slipanlage und bequemen Stegen zum Ein und Aussteigen.

Alles in allem ein riesiger Abenteuerspielplatz wo sich die Wracktaucherseele in moderaten Tiefen und sehr guten Tauchbedingungen nach Herzenslust austoben kann . Wenn ich es irgendwie noch zeitlich hinbekomme werde ich auf jeden Fall dieses Jahr im Sommer noch mal hochfahren und mir vorher die Windprognose genauer ansehen. Außerdem pack ich mir den Scooter mit ein um das Deck komplett abfahren zu können. Eins ist sicher: Die Fu wird mich noch des Öfteren ertragen müssen….


Danke nochmal an das ganze Team , ich fand wir hatten trotz den ausgefallenen Tauchgängen eine Menge Spaß .




Und hier noch ein Bericht vom Teammitglied Derk Remmers


Am letzten Wochenende war eine Gruppe von deutschen Tauchern auf Bornholm, um die Fu Shan Hai zu betauchen.
Wir haben ein 7,5m RIB als Tauchboot mitgebracht (Danke Jörg!), und konnten so die 5nm vom Hafen zur Untergangsstelle zurücklegen.
Da wir etwa 5 genaue (sic!) Positionen des Schiffes hatten, erwies es sich als nicht so einfach, die richtige Stelle für eine Shotline zu ermitteln, da so ein Panamax-Schiff 225m lang ist, und wir unsere TG nicht damit verbringen wollten, in 50+m über das Deck zu gondeln. Also mußten die Aufbauten her...
Als auch das geschafft war, stand dem Tauchvergnügen nichts mehr im Weg.
Das Schiff liegt ohne Windschutz nördlich von Bornholm in einer Tiefe von 66m aufrecht auf dem Grund, mit einer leichten Neigung nach Stb. Das Deck des Brummers befindet sich in etwa 50m, während die Aufbauten bereits in 30m Tiefe beginnen. Sichtweiten am Wrack waren 15-20m bei deutlicher Dunkelheit.
Das Wrack unterscheidet sich deutlich von den meisten betauchbaren Wracks, da es sehr neu ((4 Jahre) ist und quasi unbeschädigt (nun, ähh, im Bereich der Aufbauten ) ist.
Es ist bereits ein Starker Muschelbewuchs vorhanden.
Es ist mehr Fliegen als alles andere, wenn man an den riesigen Aufbauten vorbei in Richtung Deck sinkt. Die Davids sind ausgeschwenkt und die Leinen der Rettungsboote verlieren sich ins Bodenlose, ein Zeichen, daß sich die Besatzung retten konnte. Viele Schotts in die Aufbauten, auch in die Maschinenräume stehen offen, und somit ist ein Betauchen möglich.
Durch die schiere Größe des Schiffes, aber natürlich auch durch die Tiefe, ist immer nur ein kleiner Teil einer Ecke des Schiffs zu erkunden.
Extrem faszinierend ist, das zu diesem Zeitpunkt noch fast alle Details des Schiffes erhalten sind.
Mal sehen, wie lange es dauert, bis irgendwelche "Wracktauchhelden" diese abmontieren und somit eines der faszinierensten Wracks der nördlichen Hemisphäre demolieren.
Danke an alle (Jörg, Joe, Thomas und Dirk), ein Top-Wochenende, nur Odin, ähh, Freya wollte nicht so ganz...